Mein Name ist Inge Thelen

So jung war ich einmal und begeistert von den Friesenpferden, die ich viele Jahre auch gezüchtet habe.
Inzwischen gehöre ich schon zu den älteren Semestern und habe meine Friesenzucht nach dem Tode meines Mannes aufgegeben. Auch von meinen Deerhounds musste ich mich trennen, weil ich mich in der schweren Zeit der Krankheit meines Mannes nicht genügend um sie kümmern konnte. Meine Bulldogs jedoch waren geblieben
Die konnte ich schnell ins Auto packen und an die See fahren, wenn mir danach war, denn mein Mann hatte eine Seebestattung.
Im Januar 1987 erblickte dann mein erster Bulldogwurf das Licht der Welt. Insgesamt hatte ich 10 Würfe. Ich achtete sehr darauf, dass meine Hunde sich gut bewegen konnten und keine übertriebenen Rassemerklmale aufwiesen. Meine "Fahrradbulldogs", die auch regelmäßig auf dem Hundeplatz beim Agility-Training anzutreffen waren, konnten zwar keine großen Preise auf den Ausstellungen abräumen, höchtens ein SG (sehr gut), aber das war mir egal..



2005 gesellte sich dann der erste Mops zu uns, meine Marie. Eigentlich geschah das nur, weil so viele "Hundefachleute" meine Bulldogs immer wieder als Möpse bezeichneten. Als dann in der Regionalzeitung ein Wurf angeboten wurde, musste ich natürlich hinfahren. Oh mein Gott, was waren die winzig!

Marie Mops
Inzwischen weiß ich, dass ich auf diese größenwahnsinnigen, tapferen und liebenswerten kleinen Gnome nicht mehr verzichten werde.

Besonders bei meiner Arbeit als Grundschullehrerin standen sie mir profimäßig zur Seite und die Schüler liebten es, mit Mops zu lernen.

Die ersten Tage wurde Marie Mops noch von ihrem Stoffmops vertreten, bis die Kinder die Hunderegeln gelernt hatten. Dann war der Mops auf einmal lebendig.
Am 15.1.1987 wurden bei mir die ersten Mopswelpen geboren. Ich war total begeistert von der leichten Geburt und der problemlosen Aufzucht. Schon bald ließ ich meine Bulldogzucht ruhen. Die letzte Hündin aus meiner Zucht, meine wunderschöne Anneliese, hatte eine schlechte Hüfte und ich wollte warten, bis ich pensioniert war Doch es erwies sich als außerordentlich schwierig, eine geeignete Zuchthündin zu finden. Zwei Versuche habe ich gemacht, zwei Welpen aus guten Zuchten gekauft und großgezogen, die leider später nicht zur Zucht geeignet waren. Dann habe ich aufgegeben.
Inzwischen leben keine Bulldogs bei mir. Kein Zweifel, ich liebe diese Rasse immer noch, aber ich bin diesen Kraftpaketen körperlich nicht mehr gewachsen. Auch meine Pferde sind mit den Jahren geschrumpft. War mein Welshhengstchen Jonathan mit 1.20m Stockmaß noch als Gesellschafter zu meinem letzten Friesen hier eingezogen, so lebt er inzwischen mit dem 75cm großen Mini-Hengst Littlefoot zusammen. Kleine Pferde, wenig Mist, da schaffe ich die Arbeit gerade noch und ein nettes Mädel aus der Nachbarschaft unterstützt mich dabei. Es werden meine letzten Pferde im Stall sein.

Und es sind meine letzten Pferde im Stall gewesen, 2024 musste ich leider aufgeben, weil ich der Arbeit nicht mehr gewachsen war. Littlefoot zog zu dem netten Mädel aus der Nachbarschaft, Jonathan kam ebenfall am 21.6.24 hier in Lindlar als Gesellschafter für einen jungen Haflingerwallach unter. Leider stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass man durch unglückliche Umstände der besonderen Versorgung eines 33 jährigen Ponys nicht mehr gewachsen war, sodass Jonathan am 25.4.2025 in die Eifel umzog. Dort sollte er bei einem alten Haflinger bleiben, wenn die Mädels mit den anderen beiden Wallachen ausritten.
Doch diesmal hatten wir die Rechnung ohne Jonathan gemacht Als Hengst wollte er es nicht dulden, dass zwei seiner Herdenmitglieder sich einfach so davonmachten. Er rannte unaufhörlich am Zaun auf und ab, bis sie wieder zurückkehrten, eine Anstrengung, die auf Dauer nicht gut für ihn sein würde.
Nach erneuter Suche konnte Nicole helfen.In ihrer Nachbarschaft hatte ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, war ungebremst auf eine Weide gerast und hatte dort eines der beiden alten Ponys tödlich verletzt. Fragen kostet nichts und so reiste Jonathan am 27.5., inzwischen 34 Jahre jung, als Gesellschafter nach Wuppertal. Alles schien endlich geregelt, Jonathan war zufrieden und der kleine Shetty glücklich,
Zunächst, doch dann zeigte sich, dass auch hier wieder Jonathan nicht richtig versorgt wurde. Er nahm und nahm nicht zu, im Gegenteil, er magerte immer mehr ab. Nicole versuchte zwar, ihn übern Zaun mit gutem Zusatzfutter zu päppeln, trotzdem war sein Zustand erbärmlich, ja fast schon lebensbedrohlich.
Und wieder fand Nicole eine Lösung. Der Lebenshof Pino&Freunde im Siegerland hatte einen Platz bei einem alten Minishettyhengstchen frei. Am 4.9.25 zog Jonathan erneut um. Es war höchste Zeit, sein Zustand war erschreckend. Offensichtlich hatte er auch nicht regelmäßig Wasser bekommen. Fotos findet man im Tagebuch 2025. Er wurde liebevoll aufgepäppelt und fand nicht nur treusorgende Menschen sondern auch einen neuen kleinen Freund. Natürlich sorge auch ich weiterhin dafür, dass er sein Leben genießen kann und ich hoffe, er macht das noch viele Jahre so.


Ein Leben ohne fröhliche Mops-Zwerge kann und möchte ich mir aber nicht vorstellen. Sie sind die beste Medizin gegen Einsamkeit und Trauer und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens einmal herzhaft gelacht habe.

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Seit Anfang 2015 bin ich aus dem Schuldienst und musste lernen, meine viele Zeit sinnvoll zu verbringen. Ausschlafen, Lesen und Chillen tuen zwar gut, sind aber keine befriedigenden Beschäftigungen auf Dauer. Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung - okay, dann weiß ich wenigstens, welcher Tag gerade ist.
Doch dann habe ich mein altes Hobby wiederentdeckt und habe mit dem Malen angefangen.

"Augen dunkel, sehr groß und kugelförmig, mit sanftem und bekümmertem Ausdruck, sehr glänzend und bei Erregung voller Feuer .... "


Das sind Arbeiten für ein wunderschönes Büchlein 2018


2019 musste es wieder "Mops" sein, aber mit schwarzem Fell kämpfe ich noch.


2020 habe ich die Steine entdeckt, die ich inzwischen mit Begeisterung bemale. Lieblingsmotive sind natürlich meine Möpse. .



Natürlich habe ich auch noch meine Hostas im "Ohne-Dach-und-Wände-Zimmer", denen ich gerne beim Wachsen zuschaue und die ich immer wieder fotografiere, weil sie so schön stillhalten.





Und auch hier gibt es eigene Nachzucht. Darf ich vorstellen: Else, Inge und Berta von Horpe



