Gedanken zur Zucht

 

 

 

1.6.2019                            Mopsgesichter

     

    

    

     

    

 

Am 1.2.2007 erblickte mein erster Mopswurf das Licht der Welt,  das sind 12 Jahre Little Lions, insgesamt 4 Generationen bis heute.  Mein Mariechen Alexes vom Löwenstein) und Nightlong (Nightlong od Wilmy) waren die Eltern meines A, B, C und D-Wurfes. (1.Fotoreihe) 

Bubbles (Little Lions Bubbles Gum) blieb, später kam Abigal zurück (Little Lions Abigal No.5). (2.Fotoreihe)

Beide Hündinnen hatten je einen Wurf (F-Wurf -Bubbles, E-Wurf - Abigal) Frohlinde (Little Lions feel fine Frohlinde) und Edeltraut (Little Lions ever never Edeltraut) blieben zur Zucht. (3.Fotoreihe)

Edeltraut wurde Mutter des G, I und K-Wurfes, aus denen kein Welpe zur Weiterzucht blieb. Aus Frohlindes H-Wurf blieb ihre Tochter Hildegard (Little Lions hurryup Hildegard) und aus dem J-Wurf die schwarze Josephin (Little Lions jolly Josephin). (4.Fotoreihe)

Hildegards L-Wurf bestand leider nur aus einem Welpen, einem schwarzen Rüden, meinem ersten Ur-Urenkel. Bei ihrem nächsten Wurf starben die Welpen im Mutterleib und sie wurde kastriert. Aus Josephins erstem Wurf (M-Wurf) kam Mattis (Little Lions moments with Mattis) zurück, der nun als Deckrüde bei mir steht. Und damit die Mopszucht trotzdem weitergeht, habe ich seit über 10 Jahren eine Hündin zugekauft, auf die ich nun meine ganze Hoffnung für die nächste Generation "Kleiner Löwen" setze. (5.Fotoreihe)

 

    

                                        Nanna-Xena vom Schormoor, 1 Jahr alt

 

 

27.4.2013 (angefangen)

       Kurzköpfige Rassehunde und Gesundheit - Widerspruch oder Möglichkeit

Gestern wurde bei meinem EB-Rüden die Luftröhre geröngt. Der EB-Zuchtverein, der sehr auf Gesundheit und Reinzucht achtet, verlangt das von seinen Züchtern. Auf dem Bild sind Gaumensegel und  Kehlkopf gut zu erkennen.

Ich bin froh, dass ich mich nicht nur mit der Rasse Mops beschäftige. Dort scheint die Gesundheit der Rasse gemessen zu werden an der Nasen- und Beinlänge. Die Hunde werden immer größer, immer schmaler, immer flachbrüstiger, die Ohren immer länger, die Ruten werden nicht mehr korrekt getragen, die Augen sind zu hell und stehen häufig zu eng beieinander  - den kleinen Molosser sucht man inzwischen oft schon vergeblich.

Für meine Möpse strebe ich neben Gesundheit auch die Rückkehr zum Standard ohne Übertreibungen an.

      

     

      

 

 

 

      

                       Mein ehemaliger Bulldogrüde: Toro z Hebanowego Zakatka (Manfred)

 

Bei meinen Möpsen werde ich in Zukunft die Luftröhre röntgen lassen. Ich hoffe, das ist ein Schritt auf dem Weg zu einem gesunden Mops, der auch noch wie ein Mops aussieht.

Und weil die Luftröhre unterschiedliche Weiten hat, habe ich mich auf Anraten meines Tierarztes dazu entschlossen, an der breitesten (5. Halswirbel) und an der schmalsten Stelle (3. Brustwirbel) zu messen und die Daten im Stammbaum eintragen zu lassen. Leider verfüge ich bisher, außer von meinen eigenen Hunden, über keinerlei Vergleichswerte.

Hildegard:   14mm (3.Brustwirbel) - 10mm (5.Halswirbel)

Josephin:   12mm/10mm

Mattis:   14mm/10mm

Alle 3 Hunde sind bis heute freiatmend. Es bleib abzuwarten, wie es im Alter aussieht.

 

 

                                    Mein Weg zum Mopszüchter

Mit den Gesundheitsproblemen der molossoiden Rassen war ich durch meine EB-Zucht bestens vertraut. Ich war mir allerdings auch bewusst, dass diese Hunde nicht immer so extrem schwer und kurznasig gewesen waren.

Immer wieder begegnete ich auch Bulldogs im Standardgewicht ohne übermäßig lose Haut mit gesunden Augen, längerem Hals, gut gewinkelter Hinterhand und freier Atmung. Allerdings waren sie auf den Ausstellungen nicht gern gesehen und wurden höchstens mit einem sg bewertet.

Innerhalb vieler Jahre gelang es mir, ohne Einkreuzung allein durch sorgfältige Zuchtauswahl einen Bulldog zu züchten, der sportlich und leistungsfähig war ohne seinen Rassetyp völlig zu verleugnen.

                                                                                                                                                                                        

                         

                                       

                         

                            English Bulldogs und Nachkommen meines Deckrüden High Flyer´s it´s Otto

 

Beim Kauf meines ersten Mopses achtete ich besonders auf die Augen. Sie sollten gut eingesetzt und nicht zu groß sein, denn ich wollte nicht erleben, wie einem Hund der Augapfel heraushängen, nur weil er sich zu sehr aufgeregt hat. 

 

                                                      

                                                   Nightlong od Wilmy, HD 0

 

Als ich begann, mich mit der Mopszucht auseinander zu setzen, stieß ich erst einmal auf das Problem PL. Immer wieder las ich von Mopshunden, die unter einer losen Kniescheibe zu leiden hatten und in den meisten Zuchtordnungen der Vereine war wenigstens die PL-Untersuchung vorgeschrieben. Natürlich ließ ich meine Hunde PL- untersuchen.

Dann kam eine Deckanfrage für meinen Mopsrüden. Man wollte wissen, ob er HD-geröngt wäre. Möpse mit HD??? Das hörte ich zum ersten Male. Doch dann fand ich im Internet immer mehr Berichte und Statistiken, wo der Mops ganz oben auf der Liste der betroffenen Rassen stand. Ich sprach mit meinem Tierarzt darüber und meine Hunde wurden HD geröngt.

 

                                                  

                                           Marie ( Alexes vom Löwenstein ), HD 0

 

Ich gebe zu, ich liebe Molosser. Deshalb muss auch ein Mops bei mir eine breite und kräfige Brust haben. Ich kann eben meine Liebe zu den Bulldogs nicht leugnen. Und weil diese sehr häufig unter Verwachsungen der Wirbel leiden, ließ ich meine Möpse auch Keilwirbel röntgen, sicher ist sicher.

 

                                        

                                        Bubbles  (Little Lions Bubble gum), HD 0

 

Während der zum Röntgen notwendigen Narkose untersucht mein Tierarzt noch Gebiss, Augen und Gaumensegel.

 

                                   Die Geschichte mit der Nase

Also erst einmal für alle Mopsinteressenten: Es gibt keinen Mops ohne Nase, es gibt nur kurze und längere und so lange Nasen, dass es kein Mops mehr sein kann. Manche Nasen sind völlig von einer kräftigen Nasenfalte verdeckt, was, wenn die Falte nicht über dem Nasenspiegel hängt und die Atmung behindert, sicher nicht so tragisch für den Mops ist. Allerdings erfordert eine solche Falte ständigen Pflegeaufwand vom Besitzer und ist deshalb weder schön noch wünschenswert. Auch kann sie auf die Augen drücken und  zum Einrollen der Augenlider führen, was für den Mops ständigen Schmerz und oft auch eine aufwändige OP bedeutet.

Manche Mopshunde haben nicht nur über der Nase und im Gesicht sondern am ganzen Körper Falten. Sie schauen aus, als würden sie in einer viel zu großen Haut stecken. Ob diese Hunde das Standardgewicht haben, das möchte ich bezweifeln.

Doch zurück zur Nase: Der Hund atmet mit der Nase und dazu braucht er zuerst einmal große Nasenlöcher und weite Nasengänge - die Nasenlänge spielt dabei eine untergeordete Rolle. Mir sind einige "Nasenmöpse" begegnet, die man beim besten Willen nicht als "freiatmend" bezeichnen konnte. 

 

                  

 

Allerdings kann ein längerer Nasenrücken natürlich die Atmung erleichtern. Schaut man sich alte Stiche und Gemälde an, so ist durchaus zu erkennen, dass um die Jahrhundertwende das Mopsgesicht, von der Seite gesehen, auf keinen Fall so kurznasig war wie heute. 

 

                                                       

                                           So stelle ich mir den idealen Mops vor

 

Mein Traummops ist klein, im Standardgewicht, kompakt und mit breiter Brust, mit korrekter Rute, gut getragenen kleinen Knopfohren, schwarzer Maske, gut eingesetzen runden und vor allen Dingen dunklen Augen und leicht vorgebauten Nasenrücken und natürlich gesund.

 

     

            Little Lions feel fine Frohlinde                            Little Lions hurryupHildegard

                                                                                                   

Ich hoffe, ich bin mit meiner Zucht auf dem richtigen Weg. Meine Möpse sind nicht nur gesund, sondern auch reinrassig. Das ist für mich von großer Bedeutung, denn ich lege viel Wert auf den typischen Ausdruck und das Mopsverhalten. So können allein schon zu helle Augen den sanften Mopsblick zerstören. Außerdem -  wo einmal Nase war, da ist auch Nase im Erbgut verankert; wenn man wegzüchtet, dann kann man auch zurückzüchten. Ich lehne deshalb die Einkreuzung anderer Rassen ab, was ich auch schon bei meinen Bulldogs gemacht habe.

 

     

                                          Jungrüde Little Lions moments with Mattis

 

... UrUr-Enkel meiner Stammhündin Marie und meines Rüden Nightlong, Frohlindes Enkelsohn, reinrassig, klein (zur Zeit 29 cm), kompakt und kräftig gebaut, mit mehr Näschen und Nasenlöchern. Ich bin gespant auf seine weitere Entwicklung.

 

    

                                                            Matttis, 2,5 Jahre alt

 

     

                                                                      Nachzucht

 

                                  Neue Namen braucht das Land!

Und die am besten auch noch patentamtlich geschützt. Ich staune immer wieder, wie viele fantasievolle, manchmal auch kynologisch begründete, neue Rasseschöpfungen es bei Mops und und auch beim Bulldog gibt. Manchmal geht es um die Gesundheit, leider aber auch immer wieder um das liebe Geld, denn häufig haben solche Neuschöpfungen auch einen höheren Preis. Für unerfahrene Rasseinteressenten ist es da sicherlich nicht einfach, die nötigen Informationen und Auskünfte zu finden, zumal auch noch jeder dieser Mischlinge für sich den Nachnamen -Mops oder -Bulldog in Anspruch nimmt.

Es wäre meiner Meinung nach fair, wenn man einfach nur sagen würde, dass es sich um eine besondere Kreuzung handelt statt ständig mit dem Rassenamen zu werben und sich den Hinweis, dass es sich um einen gesund gezüchteten Hund handelt, gut bezahlen zu lassen. 

Auf der anderen Seite muss man auch den Züchtern, denen es nicht massig und faltig genug sein kann, einmal klare Grenzen setzen. Zum Wohl des Tieres kann das nicht der richtige Weg sein - Qualzucht ist schließlich gesetzlich verboten.

 

                             

                                                                     Mein idealer Bulldog

 

Meine Bulldogzucht habe ich aus Altersgründen leider aufgeben müssen. Meine letzte High Flyer´s Hündin aus der fünften Generation, meine Anneliese, genießt noch ihren Lebensabend bei mir.

Für meine Möpse wünsche ich mir ebenfalls eine gesunde Hüfte und eine feste Kniescheibe, keine Keilwirbel und eine freie Atmung. Und für die Welpenkäufer gibt es natürlich nicht nur uneingeschränkte Einsicht in alle Untersuchungsergebnisse sondern auch Kopien davon in der Welpenmappe. 

Und noch etwas: Auch in der Farbwahl richte ich mich nach dem Standard:

 
FARBE: Silber, apricot, hellfalbfarben oder schwarz. Diese Farben jeweils rein, um den Kontrast von Farbe, Aalstrich (vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz durchgehender schwarzer Streifen) und Maske zu unterstreichen. Die Abzeichen sauber abgegrenzt; sie alle, Maske, Ohren, Naeri auf den Wangen, Stirnfleck (Raute, engl.: « Diamant ») und Aalstrich sind so schwarz wie möglich.
 

Und weil jeder Mops, egal welche Farbe, die gleichen Unkosten verursacht, kostet auch jeder Mops, egal welche Farbe, denselben Preis, nämlich 1200 €.

 

                     

                                 

 

Öfter mal was Neues: PDE

Für einen Züchter gibt es immer wieder neue Erkenntnisse, deshalb ist der gegenseitige Austausch so wichtig. Ich bin auf die erbliche Erkrankung durch eine Homepage aufmerksam geworden (www.pug.at). Sehr gut informieren kann man sich auch auf den Seiten des freien Mopsclubs (FMC - www.fmc-mopsclub.de).

 

Hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Nekrotisierende Meningoenzephalitis oder auch Pug Dog Enzephalitis (PDE) genannt, ist eine erbliche Autoimunerkrankung, die immer zum Tode des betreffenden Mopses führt.

Die chromosomal  verursachte PDE wird in drei Erscheinungsformen aufgegliedert, wobei  man erwähnen muss,  dass diese hoch erbliche Krankheit noch weitgehend in Erforschung steht und der Trigger derzeit nur vermutet werden kann .

diffuse Pug Dog Encephalitis - Dauer des Krankheitsverlaufes zwischen 2 bis 7 Wochen.
fokale Pug Dog Encephalitis - Dauer des Verlaufes 3 bis 6 Monate
okulare Pug Dog Encephalitis - Dauer länger als 6 Monate, manchmal 1 1/2 Jahre

Ausbruch der Erkrankung : frühestes Alter - 6 Monate, spätestens mit 6 Jahren.

Die diffuse PDE betrifft das gesamte Gehirn und seine Häute, die fokale beschränkt sich auf einige Bezirke im Gehirn und die okulare betrifft zuerst den Sehnerv und breitet sich langsam über das Gehirn aus. Die PDE ist immer eine NME (nekrotisierende Meningoenzephalitis) und endet immer mit dem Tod. Bis dato ist keine Heilung dieser Krankheit bekannt.

Die PDE kann als chronisch, einschleichende Enzephalitis gesehen werden. Die Symptome beginnen langsam und schreiten allmählich progressiv voran. Zu den Symptomen gehören :
unkoordinierte Bewegungen, ataktischer Gang, Schiefhaltung des Kopfes, Nackensteifheit, Torkeln, Hinfälligkeit, die Probanten gehen im fortgeschrittenen Stadium mit dem Kopf gegen Wände und Gegenstände, Gedächtnisverlust, Demenz, Erblindung und im Endstadium Krämpfe und Circling. Die okulare Form beginnt zuerst mit Erblindung und Weitstellung der Pupillen und schreitet sehr langsam in der Symptomatik voran, manchmal brechen die restlichen Symptome erst nach 1 Jahr durch.

Molekulargenetisch wurde bereits in den USA ein Marker gefunden, der diese Krankheit auslösen könnte. Der Gendefekt liegt demnach am Chromosom 12/3. Hier befinden sich die Gene : DRB, DQA, DQB und DLA, die miteinander verlinkt sind. Die Ursache für die Entstehung dieser Erkrankung wird derzeit im Leukozyt-Antigen DLA gesehen, welches die Fehlsteuerung der B-Lymphozyten, also der IgG-Antikörper, die im betroffenen Gewebe massiv vorgefunden werden, auslöst. Die Erblichkeit des Defektes ist hoch, die Übertragung des Genes mit doppeltem Marker im Chromosom liegt bei 100 %, wobei bei Paarung mit einem Defektträger 50 % der direkten Nachkommen erkranken.  
(nach Canis Pugnax)

 

Nach Rücksprache mit meinem Tierarzt haben wir die Testunterlagen bei LABOKLIN, Labor für klinische Diagnose, bestellt und zunächst Blut meines Stammrüden Nightlong eingeschickt.

Das Untersuchungsergebnis ergab den Befund: N/N

Interpretation: Der untersuchte Hund ist reinerbig für das intakte Gen. Er ist kein Träger der Mutation in DLA-DPB1,  die als Hochrisikofaktor für die Nekrotisierende Meningoenzephaltitis angesehen wird. Der Hund hat ein geringes Risiko, zu erkranken. Das Ergebnis gilt nur für die Rasse Mops.

Damit können sich in meinem A, B, C und D-Wurf auf keinen Fall Doppelträger befinden. Nun habe ich die beiden Welpen aus meinem H-Wurf testen lassen, für beide lautet das Ergebnis: N/N. Ich bin sehr glücklich, dass meine Zucht damit auf einem guten Weg ist.

 

Inzwischen ist auch die nächste Generation PDE getestet: Mattis N/N,Nanna-Xena N/N

 

 

     

                                                       Gesunde Möpse sind keine Schlaftabletten

                     

 

Neue Chancen für die Zucht gesunder Rassehunde

Die Gen-Forschung schreitet mit riesigen Schritten voran, und es werden immer mehr Tests auf erblich bedingte Erkrankungen für Züchter abgeboten. Für einige Rassen sind zur Zuchtzulassung bestimmte Tests von den Vereinen vorgeschrieben, für die Rasse Mops sind sie, meines Wissens, bis jetzt nur freiwillig. 

Ich habe meinen Rüden "Little Lions moments with Mattis" bei Feragen in Österreich testen lassen. Dieses Labor bietet Züchter-Pakete für fast alle Rassen an, auch für den Mops. Ich möchte die Erbkrankheiten hier im einzelnen kurz beschreiben:

 

1. Das May-Hegglin Anomalie, abgekürzt MHA

... ist eine erbliche Blutkrankheit, die bisher nur beimMops gemeldet wurde. Sie ist durch eine niedrige Thrombozytenzahl (rote Blutplättchen) gekennzeichnet. Diese spielen eine wichtige Rolle beim Verhindern von Blutungen, indem sie bei Verletzungen der Blutgefäße verklumpen.

Bei einem von der May-Hegglin Anomalie betroffenen Mops erscheinen die Thrombozyten größer und ihre Anzahl ist geringer, was zu verlängerten Blutgerinnungszeiten und Blutergüssen führt und Probleme bei Operationen verursachen kann.

Die Krankheitssymptome können schwach bis stark ausgeprägt sein, erstes typisches Anzeichen ist derMangel an Blutplättchen. Es kann zu punktuellen Einblutungen zwischen den Zehen und in der Haut kommen, die sich zu blauen Flecken oder Blutergüssen entwickeln. Allgemeine Schwäche, Mangel an Energie, häufiges Nasenbluten, Blut im Urin, Kot oder Erbrochenem sind weitere Anzeichen. Die May-Hegglin Anomalie erfordert in der Regel jedoch keine Behandlung, außer in extremen Fällen, in denen eine Thrombozyten-Transfusion notwendig sein kein.

2. Die degenerative Myelopathie, abgekürzt DM

... ist eine neurologische Erbkrankheit, die in vielen Hunderassen zu finden ist. Es ist noch unklar, ob sich bei allen Hunden, die zwei Kopien der Genveränderung tragen, die Krankheit auch ausprägt. Das variable Auftreten deutet darauf hin, dass auch Umwelteinflüsse und andere genetische Faktoren für einen Ausbruch mitverantwortlich sein können.

Das durchschnittliche Alter, in dem die ersten Symptome auftreten, liegt bei cirka 9 Jahren. Aufgrund einer Degeneration der Nerven entwickeln betroffene Hunde eine Muskelatrophie, die typischerweise in der Hinterhand beginnt sowie Koordinationsstörungen. Dieser Zustand ist nicht mit Schmerzen verbunden, führt aber bis zur vollständigen Lähmung.

3. Die Hyperurikosurie, abgekürzt HUU

... ist ist eine genetisch bedingte Erbkrankheit, bei der es zu einer verstärkten Ausscheidung von Harnsäure im Urin kommt.

Durch die genetische Veränderung kann die Harnsäure nur sehr ineffizient in die Leber und in die Nieren zur Ausscheidung transportiert werden, was in weiterer Folge zu einer Anreicherung und zur Bildung von Harnsteinen führt.

4. Progressive Retinaatrophie, abgekürzt PRA- PRCD

Bei dieser Erkrankung degeneriert die Netzhaut der Augen nach und nach, was zu einer völligen Erblindung führt. Hierbei wird die Blutzufuhr zu Teilen derNetzhaut gestört und die lichtempfindlichen Zellen (Stäbchen und Zäpfchen) sterben ab. Die Erkrankung ist schleichend und betrifft immer beide Augen. Der fortschreitende Erblindungsprozess lässt sich leider nicht stoppen - es gibt keine Heilung.

Wenn bei einer Verpaarung ein Partner als "frei" getestet ist, können die daraus enstandenen Welpen niemals an PRA - PRCD erkranken. Ein Träger wird selbst nicht erkranken, kann aber seine kranken Gene an an seine Nachkommen weitergeben.

5. Purivatkinase Defizienz (Mops Typ), abgekürzt PK

... ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die die Rasse Mops betrifft. Erkrankte Hunde zeigen eine eingeschränkte Aktivität des Enzyms Purivatkinase. Dieses ist zuständig für den Abbau von glykogen zur Energiebereitstellung. Ein Mangel an diesem Enzymführt primär zu leicht zerstörbaren, roten Blutkörperchen.Betroffene Hunde zeigen im Alter zwischen 4 Monaten und 2 Jahren aufgrund einer verringerten Zahl roter Blutkörperchen blasses Zahnfleisch und leiden unter Lethargie Belastungsintoleranz.Zu den klinischen Symptomen der Erkrankung zählen schwerwiegende Anämie, Knochenverhärtungen und eine Vergrößerung von Milz und Leber.Betroffene Hunde können mehrereJahre mit der Erkrankung leben, sterben aber häufig aufgrund schwerer Blutarmut oder Leberversagen in einem Alter zwischen 5 und 9 Jahren.

6. von Willebrand Typ 1, abgekürzt vWD1

... ist eine angeborene Störung der Blutgerinnung. Das von Willebrand Syndrom (VWS) wird durch das Fehlen oder eine fehlerhafte Bildung eines wichtigen Eiweißes, des von Willebrandfaktors (VWF) verursacht, der für eine normale Blutgerinnung unverzichtbar ist.

Es gibt verschiedene Formen des VWS, bei Typ 1 ist die Funktion des VWF zwar normal, aber es ist zu wenig davon vorhanden. Die vermehrte Blutungsneigung verursacht nur selten gesundheitliche Probleme, kann  allerdings bei OPs gefährlich sein.

 

                                           Belastungstest

Schon seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, an einer Ausdauerprüfung für Möpse teilzunehmen. Leider bin ich in meinem Alter nicht mehr so fit, dass ich meine Hunde am Fahrrad trainieren könnte und durch meine Gehbehinderung kann ich auch keinen Kilometer mehr "zügig traben". Auch der Laufbandtest an der Uni-Klinik in Gießen erwies sich als nicht sehr erfolgreich; meine Nanna-Xena war leider nicht zur Mitarbeit bereit, Mopsdickkopf eben.

Und wieder waren es die alten Bulldogzeiten, die mich auf eine Idee brachten. Damals bin ich mit meinen zukünftigen Zuchthunden beim tierärztlichen Gesundheitscheck und Röntgen vorher eine Viertelstunde über den Parkplatz getrabt und sie wurden am Start und im Ziel untersucht. Warum sollte das nicht auch für Möpse zu organisieren sein?

Gesagt - getan! Nach einem Vorab-Gespräch mit meinem Tierarzt wurde ein Termin festgelegt, Urkunden wurden entworfen und Einladungen verschickt. Leider hat nur eine befreundete Züchterin mit zwei ihrer Möpse teilgenommen. Alle vier Starter hatten gute Werte und kein Atemgeräusch.

 

     

In einem abschließenden Gespräch haben wir beschlossen, den Test nach Möglichkeit jährlich zu wiederholen.

 

Falls Sie noch Fragen an mich haben - immer her damit! Ich stehe Ihnen immer gerne zur Verfügung, entweder am Telefon unter der Nummer 02266 2163 ( ab 21 Uhr ) oder per Email ( Thelen1@web.de)